Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

  • Middleton: Beaver Hunting in Canada 1777

  • Conrad Gesner Historiæ Animalium 1558

  • Kanadisches Mobilisierungsplakat 2.Weltkrieg

  • Briefmarke Polen Biber 1,25 Zloty

  • Wappen Eno (Finnland)

Grimm Kinder- und Hausmärchen 1850

Brüder Grimm oder Gebrüder Grimm ist die gemeinsame Bezeichnung für die Brüder Jacob Grimm (* 4. Januar 1785 in Hanau; † 20. September 1863 in Berlin) und Wilhelm Grimm (* 24. Februar 1786 in Hanau; † 16. Dezember 1859 in Berlin), die als Sprachwissenschaftler und Sammler von Märchen (Grimms Märchen) bekannt sind.

Kinder- und Hausmärchen. Band 1, 6. Auflage
Dieterichsche Buchhandlung Göttingen 1850

Besonderer Beachtung werth sind die Überlieferungen der Indianer in Nordamerika. Der Herausgeber, der seine Jugend unter den Wilden verlebte, hat sie aus dem Mund einer alten Indianerin, die ihn pflegte, vernommen. Er hat wohl die Darstellung und den Ausdruck etwas ausgeschmückt, doch, muß man gestehen, mit Sorgfalt und Geschick. Die Wilden erscheinen nicht als ein rohes, vielmehr als ein geistig ausgestattetes und tiefsinniges, den edlern Richtungen der menschlichen Seele zugewandtes Volk, wie fremdartig ihre Sitte manchmal erscheint; man muß die tiefe Wahrheit und sinnreiche Kühnheit ihrer Bildersprache bewundern, ihren eindringenden Blick in die großartigen Erscheinungen der Natur wie in ihr heimliches Weben. An der Echtheit des Inhalts wird niemand zweifeln, der das Wesen der Überlieferung kennt. Das Bedeutungsvolle und Mythische liegt offen da, aber es ist mit den Zuständen und Ereignissen des täglichen Lebens so innig verbunden, wie das Wunderbare und Unglaubliche. Die Thiere stehen mit den Menschen in vertraulichem Verkehr, und der kluge, in selbsterbauten Wohnungen lebende Biber wird noch zu diesen gezählt. Die Thiere entbehren nicht der menschlichen Sprache, ja der Grund wird ausdrücklich angegeben, warum ein Theil von ihnen mit dem Verlust derselben bestraft ward. Wie auf dieser Seite die menschliche Natur herab steigt, so erhebt sie sich auf der andern. Unsterbliche, die in den Höhen des Himmels oder in den Tiefen des Abgrunds ihre Heimat haben, treten mit den Bewohnern der Erde in nahen Verkehr, verbinden sich mit ihnen durch Heirath, indem sie eine Zeitlang menschliche Gestalt annehmen und sich menschlichen Trieben und Leidenschaften überlassen.


Der ganze Text als digitale Ausgabe bei Wikisource