Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

  • Middleton: Beaver Hunting in Canada 1777

  • Conrad Gesner Historiæ Animalium 1558

  • Kanadisches Mobilisierungsplakat 2.Weltkrieg

  • Briefmarke Polen Biber 1,25 Zloty

  • Wappen Eno (Finnland)

Handbuch der Naturgeschichte des Thierreichs 1804

Christian A, Buhle
Handbuch der Naturgeschichte des Thierreichs: für die obern Klassen, auch für diejemigen, die sich einen Ueberblick desselben zu verschaffen wünschen, mit dazu gehörigen Kupfern, Halle, Rengersche Buchhandlung 1804

XLI. Biber (Castor). Oben und unten 2 Vorderzähne, die schief zugeschärft sind. An den Füßen 5 Zehen, die Hinterfüße Schwimmfüße. Der Schw. platt, und schuppig.

Der gemeine Biber (Fiber). Der Schw. einförmig von oben niedergedrückt und kurz, über 11 Zoll lang und 5 Zoll breit. Das Thier 2 und einen halben Fuß lang. Das längere und stärkere Haar ist dunkel kastanienbraun und glänzend, das kürzere und weichere gelbbraun. Es giebt auch Abweichungen. Der Kopf ist kurz, die Schnauze dick und stumpf. Die Augen klein. Die Ohren kurz und zugerundet. Die Beine kurz. Lebt in der nördlichen Erde in einsamen Gegenden, an Landseen und großen Flüssen: (Gruben-, Erdbiber). Jung lassen sie sich zähmen. Bringen 2 bis 3 blinde Junge zur Welt. Leben 15 bis 20 Jahr. Nahe am After sammelt sich bei M. und W. aus besondern Drüsen ein gelbliches schmieriges Wesen, das sogenannte Bibergeil.— Schwimmt und taucht gut; wenn er etwas trägt, geht er auf den Hinterfüßen. In großer Anzahl trifft man sie in Nordamerika, besonders in Canada; hier leben sie in großen Gesellschaften zu mehrern Hunderten beisammen, und zeigen dabei den so bewundernswürdigen Kunsttrieb ihre Wohnungen zu bauen. Hiezu vereinigen sie sich im Junius und Julius; sie wählen ein beschattetes fließendes Wasser. Damit aber das Wasser nicht zu niedrig werden kann, so legen sie zuerst unterhalb der anzulegenden Wohnung, einen Damm von hinreichender Lange an, senkrecht vom Ufer ab. Der Grund dazu besteht aus Stücken von Baumstämmen, an welchen Pfähle schräg gegen das Wasser gerichtet stehen. Hierauf wird der Damm 4 bis 5 Ellen dick aufgeführt, und oben sehr artig mit Rasen bedeckt. Die Wohnungen liegen bisweilen einzeln, zuweilen10 bis 12 beisammen, in den kleinern wohnen 1 bis 2, in den größern 5 bis 6 Paar beisammen. Der Umfang derselben ist oval oder rund und beträgt 30 Fuß. Die Höhe 8 und mehrere Fuß. — Die mehresten haben drei Geschosse, eines unter dem Wasser, das andre mit dem Wasser gleich und das dritte über dem Wasser. Zwei Zugänge sind an jeder Seite, deren einer vom Ufer, der andere vom Grunde des Wassers aus hinein führt. — Die Geschäfte beim Baue sind vertheilt. — Tauchen oft den Schw. und die Hinterfüße ins Wasser. Ihre Hauptnahrung nehmen sie aus dem Pflanzenreiche. — Sie tragen auch Wintervorrath ein. — Alle Arbeiten betreiben sie des Nachts. Fang mit Tellereisen, Netzen u. s. w. Schaden den Wäldern. N. Das Wildpret von doppeltem Geschmack — Leckerbissen giebt ber Schw., der oft 4 bis 5 Pf. schwer ist. Der Balg, die Haare das Pf. 9 Thaler (Castorhüte). — Die Zähne, das Fett, das Bibergeil. Drei Biber liefern etwa 1 Pf., sehr gut das Russische, wozu? — Im Handel giebt man den Fellen eine dreifache Benennung: frische, getrocknete, fette? —

Digitale Ausgabe bei Google Books