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  • Middleton: Beaver Hunting in Canada 1777

  • Conrad Gesner Historiæ Animalium 1558

  • Kanadisches Mobilisierungsplakat 2.Weltkrieg

  • Briefmarke Polen Biber 1,25 Zloty

  • Wappen Eno (Finnland)

Johannes Stumpff: Chonik der alten Eidgenossenschaft 1548

Johannes Stumpf (* 23. April 1500 in Bruchsal, Hochstift Speyer (heute Baden-Württemberg); † 1577/78 in Zürich) war ein Theologe, Kartograf, Historiker und Chronist, der in der Schweiz lebte und arbeitete.

Gemeiner loblicher Eydgnoschafft Stetten, Landen und Völckeren Chronick wirdiger Thaaten Beschreybung : hierinn wirt auch die Gelegenheit der gantzen Europe, jtem ein kurtzvergriffne Chronica Germaniae oder Teütschlands, in sonders aber ein fleyssige Histori und ordenliche Beschreybung Gallie oder Franckrychs fürgestellt, darauff denn obgedachte der Eydgnoschafft Beschreybung volget / welchs alles mit gar schönen geographischen Landtaflen, contrafetischem Abmalen der Stetten, Fläcken und Schlachten, auch mit vilen alten und herrlichen Waapen künigklicher, fürstlicher und edler Geschlächten oder Geburtstaflen fürgebildet, darzuo mit fleyssigen Registern aussgescheiden, durch Johann Stumpffen beschriben und in XIII Bücher abgeteilt ist, welcher Summen und Innhalt nach 5 nächst umbgewendten Blettern eigentlich verzeichnet findst
Autor, Beteiligte Stumpf, Johannes
Getruckt Zürych in der Eydgnoschafft : bey Christoffel Froschouer, 1548

Band 2, S.290


Biber zu Latin Castor / von Plinio Fiber genennt. Ein thier beynaach wie ein Tachs / doch etwas lenger / un hat ein subtiler haar / ist auch schier gleych einem Otter. Sein haut ist kostlich / er hat scharpffe zeen / darmit hauwet er grosse bäum darnider / allermeist Sarwyde / darvon isset er die rinden. Er hat sein wonung und gebeüw in der bort der grossen wasserflüssen / da ligt er mit dem leyb trocken / aber den schwantz henckt er inns wasser / der ist gestaltet als ein visch / er mag auch nit lang one das wasser läben / er habe dann den Schwantz darinn. Die hoden oder geile sind das kostlichest am Biber / gut zu mancherley artzney / derhalb der Biber offt mer gesucht und gefangen wirt umb der hoden / dann umb des andern wildpräts willen. Etlich schreybend so d Biber vom jäger gejagd oder vervolget werde / so reysse er jm selbs die hoden auß / unnd werffe sy dem jäger entgegen / als denn habe der jäger was er begär / und lasse darmit den Biber faren / rc. Solichs aber widerspricht Plinius lib.32. cap.3. und bewärt auß Sestio einem allerfleyssigsten artzet / das soliche Biberhoden gar klein und aufzogen seyend / mögind auch dem thier nit benommen werden anderst dann mit dem läben: wol gebind etliche seine nieren dafür dar / die seyend groß / aber die hoden gar klein / rc. Dieses thier hat ein zimlich gut wildprät / den schwantz bereitet man auff ein besondere munier für ein kostlich essen. Der Biber wonet vil im wasser / etlich sagend er esse auch visch wie die Otter / die anderen sprechend es syend gern vil visch an dem end da der Biber sein wonung habe / rc. Diß thier findt man in Helvetischen landen am meisten in den flüssen Aar / Rüß und Lindmat.

Digitale Ausgabe bei der Zentralbibliothek Zürich