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Die Provinz Preussen: Geschichte ihrer Kultur 1863

Die Provinz Preussen: Geschichte ihrer Kultur und Beschreibung ihrer land- und forstwirthschaflichen Verhältnisse. Festgabe für die Mitglieder der XXIV. Versammlung deutscher Land- und Forstwirthe, zu Königsberg in Pr. Königsberg, Buch- und Steindr. von G. T. Dalkowski, 1863 - 529 Seiten

S.158f


Von den Nagern möchte ich hervorheben:

Den Biber'). Die Zeit, da sie Burgen hier bauten, ist lange vorüber; einzelne in ihren Höhlen lebende fanden sich noch spät. Arglose Thiere, die sich leicht zähmen lassen, an denen aber alles nutzbar ist. Sie bewohnten vorzüglich die Ufer der Weichsel; bei Thorn war ein Biberfang, und Ende des vorigen Jahrh. war noch auf der Insel Bazar ein Biberbau zu sehen. Auch fanden sie sich am Pregel und an der

1) Erinnerungen eines alten Weidmannes, Pr. Provinzialbl. 1839. Bd.3. p. 321. (Bär, Biber, Luchs etc.)
2) Bujack, Zeit des Verschwindens der Biber in Preußen; in: Pr. Provinzialbl. 1836. Bd. 16. p. 160, — Zimmermann, Bemerkung dazu; ebenda p. 395. Bujack, das ehemalige Vorkommen der Biber bei Holstein; ebenda p. 502. Das Vorkommen des Biber bei Kaymen, ebenda p. 590.

Alle, im Frischingswalde am Biberteich und im Timberflusse zwischen Tilsit und Labiau; der letzte 1837 bei Culm').
Es wäre wohl der Erwägung werth, ob es ökonomisch rathsam sei, die Biber zu hegen. Ein Gehölz von Weiden, Eschen, Pappeln und Birken, von einem Flüßchen durchschnitten, würde sich dazu eignen. Die Lösung dieser Aufgabe würde hauptsächlich von der Möglichkeit einer sichern Umzäunung abhängig sein, welche durch die Fähigkeit der Biber zu graben und zu schwimmen sehr erschwert ist. Ein günstiger Ertrag würde nicht fehlen, denn das deutsche Castoreum wird dem sibirischen noch vorgezogen, und der Werth eines Bibers geht wohl über 50 Thaler hinaus. Es wäre ein Versuch auf einem kleinen Grundstücke zu machen, und der Stamm könnte aus Lithauen, Polen oder Rußland bezogen werden.

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