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Conwentz: Die Gefährdung der Naturdenkmäler und Vorschläge zu ihrer Erhaltung 1904

Hugo Wilhelm Conwentz (* 20. Januar 1855 in Sankt Albrecht bei Danzig; † 12. Mai 1922 in Berlin) war ein deutscher Botaniker. Er gilt als Begründer des deutschen und europäischen Naturschutzes.

Hugo Conwentz, Die Gefährdung der Naturdenkmäler und Vorschläge zu ihrer Erhaltung. Denkschrift, dem Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten überreicht, Berlin 1904

Seite 67f

Unter den Säugetieren ist der Biber von jeher eifrig verfolgt worden, hauptsächlich weil er in Pelzwerk, Geil und Biberschwanz begehrte Artikel liefert. Wie sich aus subfossilen Funden und aus Benennungen von Gewässern, Fluren und Siedelungen ergibt, war er in früherer, selbst noch in historischer Zeit weit verbreitet, auch im nördlichen Russland, in Finnland und Schweden. Hingegen findet er sich heute in ganz Europa, ausser in RUssland, nur im südlichen Norwegen, in Deutschland an der Elbe und in Frankreich am Rhonefluss. Allein in Norwegen ist der Biber gesetzlich geschützt; bei uns geniesst er zwar Schonung in den beteiligten Staatsforstrevieren, aber beim Austritt aus denselben wird er rücksichtslos erlegt oder erschlagen. 1)
Daher kommt es, das die Tierart im Elbgebiet von Jahr zu Jahr erheblich zurückgeht und in nicht ferner Zeit zu erlöschen droht.

1) In dem neuen Wildschongesetz wird für den Biber eine Schonzeit vom 1.Dezember bis 30.September vorgesehen; durch Beschluss des Bezirksausschusses kann die Schonzeit noch verlängert und auf das ganze Jahr ausgedehnt werden.

Wenn auch der Biber an den Ufern des Flusses und in den angrenzenden Beständen zuweilen Schaden anrichtet, stellt er doch eine so ausgezeichnete, im raschen Schwinden begriffene Spezies dar, das keinerlei Maßnahmen unterlassen werden sollen, um sie noch tunlichst lange in ihrem ursprünglichen Vorkommen zu erhalten. Es empfiehlt sich dringend, so bald als möglich auch bei uns einen Schutz des Tieres herbeizuführen. - Der Kanadische Biber, einst das Wahrzeichen des Landes, weist auch schon einen merkbaren Rückgang auf, da ihm in so intensiver Weise nachgestellt wird. Nach dem Verfasser vorliegenden Berichten der Hudson's Bay Company wurden 1878 von ihr 102715 und vierzehn Jahre später nur noch 44200 Biberfelle in den Handel gebracht.