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Die Wormser suchen einen Biberhut 1509

Aus Choniken deutsche Städte
Bilder aus dem Städteleben des Mittelalters
Ausgewählt von Dr.Wilhelm M. Dienstbach
Kranz-Bücherei Heft 48/49
Verlag Moritz diesterweg, Frankfurt a.M. 1926

Die Wormser suchen einen Biberhut, 1509

Im Jahre 1509 schreibt der Rat zu Worms an den Rat zu Frankfurt: es wären ihre Bürger, die in Frankfurt Gewerbe treiben und Hantierung, vom Zoll befreit. Es habe sich aber mit der Zeit eingeführt, daß solche Freiheit jährlich mit besonderen Feierlichkeiten gefordert und geholt werde, und zwar mit Übergabe eines Biberhutes und anderer Geschenke. Es seien aber jetzt die Biberhüte selten und zur Zeit schwer zu erhalten. Daher sei es vorgefallen, daß ihre Botschaft ganz unterblieben wäre. Darum bitten Sie, der Frankfurter rat möge ihren Boten anzeigen, ob er noch einen Biberhut hätte oder wüßte: Sie wollten den dann kaufen, ehrlich bezahlen und zur Abholung ihrer Freiheiten gebrauchen. Wenn nicht, dann wollten sie nichtsdestoweniger die Ihrigen zur Abholung ihrer Freiheiten mit anderen Geschenken schicken, mittlerweile aber allen Fleiß anwenden, damit die alte Form der Abholung gehalten werden könne. Wüßte aber der Rat zu Frankfurt andere Wege und freundliche Mittel besonders wegen des Biberhutes, dann wollten sie gebeten haben, sie ihnen doch nachbarlich mitzuteilen. --
Herr Bürgermeister Karl von Hynsberg befragte sich allenthalben wegen eines Biberhutes und man fand glücklich einen. Das ward den Wormsern gemeldet, die ihn gern bezahlten, um sich ihre alten Gerechtsamen in alter Form zu sichern. (Lersner, Frankfurter Chronik)